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Acerola: Das Vitamin-C-Wunder

Acerola: Das Vitamin-C-Wunder

Nur zwei Früchte sind bisher bekannt, die bezogen auf 100 Gramm Frucht mehr Vitamin C (Ascorbinsäure) zu bieten haben als die Acerola-Kirsche. Entsprechend ist das ursprünglich in Mexiko beheimatete Malpighiengewächs in der Volksheilkunde wegen seiner antioxidativen, antientzündlichen und schmerzlindernden Eigenschaften schon seit jeher bekannt und beliebt. In den letzten Jahren hat Acerola als „Superfood“ den Einzug auch in die Ernährung gesundheitsbewusster Europäer gefunden. Allerdings gibt es die Frucht in unseren Breiten leider nicht frisch zu kaufen.

Eine der besten Vitaminquellen weltweit

Die Früchte der Acerola (Malpighia glabra) ähneln in ihrer Form und Farbe unseren heimischen Kirschen. Sie werden daher auch Acerola-Kirschen genannt. Die Pflanze wächst in tropischem und subtropischem Klima. Ihr Fruchtzyklus beträgt nur 25 Tage, daher kann das Vitamin-C-Wunder bis zu achtmal jährlich geerntet werden. Was die kleinen Früchte so attraktiv macht, ist ihr enorm hoher Gehalt an Vitamin C. Bisher sind nur die Camu-Camu-Frucht und die australischen Buschpflaume mit höherem Gehalt bekannt. Laut Analysen stecken in 100 Gramm Frucht circa 1.700 Milligramm Vitamin C. (1) Das als Radikalfänger und Antioxidans bekannte Vitamin schaltet aggressive freie Radikale aus und spielt eine große Rolle für unser Immunsystem. Viele Stoffwechselvorgänge, etwa die Bildung von Hormonen und wichtigen Botenstoffen, und die Aufnahme von Eisen aus dem Darm hängen eng mit einer ausreichenden Vitamin C-Versorgung zusammen. (2) Gesunde Erwachsene benötigen laut DGE etwa 100 Milligramm Vitamin C täglich. Weitere Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide) runden das Vitalstoffpaket der Acerola ab. Auch die Flavonoide sind als antioxidativ bekannt.

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Darreichungsformen der Acerola-Frucht

Da die Acerola-Pflanze hier nicht wächst und die Früchte überaus empfindlich und daher nicht über lange Strecken transportfähig sind, kommt man leider nicht in den Genuss der frischen Acerola-Kirschen. Zum Glück gibt es aber Darreichungsformen, die fast den gleichen Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen aufweisen wie die frische Frucht.

    • Acerola-Pulver / Acerola-Extrakt:

Acerola wird sehr häufig als Nahrungsergänzung in Form von Pulver bzw. Extrakt angeboten. Dabei ist die Gefriertrocknung das schonendste Herstellungsverfahren, denn es bewahrt praktisch den kompletten Gehalt an Nährstoffen. Wird als Ausgangsprodukt das pürierte Fruchtfleisch verwendet, enthält es sogar noch die Ballaststoffe. Ist die Grundlage der Saft der Acerola-Kirsche, gehen die Ballaststoffe verloren.

    • Acerola-Saft:

Auch beim Saft bestimmt das Herstellungsverfahren die Qualität des Getränkes. Acerola-Direktsaft, der auch als Muttersaft bezeichnet wird, besitzt einen Fruchtgehalt von 100 Prozent. Direktsaft weist den höchsten gesundheitlichen Wert auf, obwohl gewisse Vitalstoffverluste durch die Pasteurisierung (Erhitzung zur Haltbarmachung) anfallen.

Acerola-Fruchtsaft aus Konzentrat entsteht durch das Entziehen von Wasser (ca. 95 Prozent). Dadurch kann der Transport einfacher und kostengünstiger erfolgen. Hier angekommen, wird das Konzentrat wieder mit Wasser aufgefüllt und als „Saft aus Konzentrat“ angeboten. Auch in diesem Saft sind noch viele Vitalstoffe enthalten. Zucker darf weder bei Direktsaft noch bei Saft aus Konzentrat zugesetzt werden.

Weniger empfehlenswert sind die Varianten Fruchtnektar und Fruchtsaftgetränk. Der Anteil an Frucht (Saft oder Mark) ist gering, es dürfen Zucker und bei Fruchtsaftgetränken sogar Aromastoffe zugesetzt werden.

    • Acerola-Trockenfrüchte:

Gleich nach der Ernte werden in den Erzeugerländern die reifen Früchte schonend getrocknet. Auch daraus kann Pulver gemahlen werden, sie gehen aber vielfach als Trockenfrüchte in den Verkauf. Zudem werden sie in Müslimischungen, Früchteriegeln oder -tees verarbeitet.

Tipps für Kauf und Lagerung

Ob Extrakt, Saft oder Trockenfrucht: Zusätze sollten keinesfalls in den Produkten enthalten sein. Auch als Pulver ist Acerola relativ empfindlich, da es wasseranziehend wirkt. Es ist trocken, kühl und vor allem gut verschlossen aufzubewahren. In der Anwendung sind alle Acerola-Produkte sehr einfach.

Wie man  Acerola-Produkte verwenden kann

Die Acerola ist sehr sauer, und auch die daraus gewonnenen Produkte weisen einen säuerlichen, exotischen Geschmack auf. Damit können Pulver und Saft vielen Speisen und Getränken ein frisches und fruchtiges Aroma verleihen. Acerola kann mit anderen Säften oder in Smoothies gemixt, herzhaften Gerichten zugesetzt, im Marmeladen, Desserts, Salaten verarbeitet oder in süßen Backwaren  eingesetzt werden.

 

Quellen/Literatur

  1. Durchschnittswert laut Bundeslebensmittelschlüssel, erstellt durch das Max-Rubner-Institut; einzelne Lebensmittel können von der Norm abweichen.
  2. Chambial, S. et al.: Vitamin C in disease prevention and cure: an overview, Indian J Clin Biochem, 2013
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3783921/
  3. Ochmann, Knut: Natürliches Vitamin C: Die Acerola-Kirsche. Sudden Inspiration Verlag e. K., 2015

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