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Kampfstellung beim Boxen

Kampfstellung beim Boxen – Grundlagen

Die wichtigste Grundlage beim Boxen ist die richtige Kampfstellung. Sie setzt sich aus sechs Elementen zusammen, die beachtet werden müssen und gut aufeinander abgestimmt sein sollen. Das musst Du beachten:

Die Haltung

In der Grundstellung stehen die Füße immer gut schulterbreit auseinander, die Ferse des hinteren Beins ist etwas angehoben. Die Hände sind gehoben, wobei die linke Faust locker und entspannt einige Zentimeter links neben Deinem Kinn positioniert ist. Die rechte Faust berührt leicht Deine rechte Wange. Die Ellenbogen weisen nach unten. Drehe Deinen Kopf ein wenig nach rechts und neige Dein Kinn etwas Richtung Brust. Jetzt ist Dein Oberkörper gut ausgerichtet und es fehlen noch die Beine. Die sind in den Knien locker gebeugt. Der ganze Körper ist entspannt.
Du bist Rechtsausleger? Dann gilt das Ganze natürlich spiegelverkehrt.

Die Bewegung

Um eine Bewegung nach vorne oder links zu beginnen, mache einen Schritt mit dem linken Fuß und ziehe den rechten Fuß nach. Willst Du rückwärts oder nach rechts, mache den Schritt zuerst mit dem rechten Fuß und ziehe den linken nach. Bitte nicht wild herumspringen, so wie manche Anfänger es tun. Das verbraucht zu viel Energie, der Körper ist nicht auf dem Boden verankert und die Schläge werden schwächer anstatt härter.

Das Schlagen

Merke: Ein einziger präziser Treffer mit halber Kraft geschlagen bewirkt mehr als wilde Schlagkombinationen mit voller Power. Deshalb schlage ganz entspannt Deine Schläge peitschenartig raus und ziehe die Faust sofort wieder an die Ausgangsposition zurück. Sonst droht ein Konter, weil Deine Deckung offen ist. Im Moment des Schlagens atmest Du schnell aus. Teile Dir Deine Kraft ein und bleib ruhig.

Der Blick

Viele Boxer richten ihren Blick zur Seite oder nach unten, wenn Sie schlagen. Dadurch verlieren sie ihren Fokus und die Schläge werden unpräzise und schwach. Einen Konter kannst Du dadurch nicht rechtzeitig erkennen. Deshalb: Schau immer auf Deinen Gegner, wenn Du schlägst! Nicht Deine eigenen Füße, sondern die des Gegners sind für Dich interessant. Nicht Deine eigenen Hände bergen eine Gefahr, sondern die des Gegenübers. Auch wenn Du getroffen wurdest, musst Du den Gegner im Blick behalten.

Die Atmung

Halte niemals die Luft an, höre niemals auf zu Atmen! Das ist ein echter Anfängerfehler, der schnell müde macht und die Konzentration raubt, weil dem Gehirn der Sauerstoff fehlt. Atme also kontinuierlich und gleichmäßig weiter.

Der Geist

Ja, auch Deine Psyche ist elementarer Bestandteil Deiner Kampfstellung, denn sie wirkt sich auf Deine gesamte Körperspannung aus. Das Wichtigste: Immer die Ruhe bewahren! Und nicht vergessen, dass Dein Körper vielleicht schon müder ist, als Du denkst – etwa wenn Du gerade eine 30er Kombination geschlagen hast. Vor allem aber verfange Dich nicht in negativen Gedanken, während Du sparrst.

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